USV-Absicherung im kleinen Rechenzentrum – worauf achten?

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  • #186
    Avatar-FotoThomas Reiter
    Moderator

    Hallo zusammen, wir betreiben als mittelständisches Unternehmen einen kleinen eigenen Serverraum mit ca. 8 Racks. Bisher haben wir eine ältere USV-Anlage, die langsam ans Lebensende kommt. Jetzt wollen wir das Thema ordentlich angehen und eine wirklich ausfallsichere Lösung aufbauen – redundante USV, eventuell mit Bypass und Monitoring.

    Ich bin ehrlich gesagt kein tiefer Experte auf dem Gebiet und frage mich, worauf man da wirklich achten sollte. Welche Hersteller oder Konzepte habt ihr in ähnlicher Größenordnung eingesetzt? Was würdet ihr rückblickend anders machen?

    #187
    Avatar-FotoMarkus Haas
    Moderator

    Das ist ein Thema, das wirklich gern unterschätzt wird. Bei uns war das Umstieg auf redundante USV-Systeme (also N+1-Konfiguration) der entscheidende Schritt. Damit fällt eine Einheit aus, der Betrieb läuft trotzdem weiter ohne dass du auch nur einen Alarm kriegst.

    Wichtig ist meiner Erfahrung nach: unbedingt auf regelmäßige Batterietests achten und das Monitoring nicht vernachlässigen. Viele kaufen teure Anlagen und merken erst beim echten Ausfall, dass die Batterie seit Jahren nicht getestet wurde. SNMP-Anbindung ans Monitoring-System ist Pflicht, würde ich sagen.

    #188
    StrategieStefan
    Teilnehmer

    Ich kann das von Markus nur unterstreichen. Zusätzlich würde ich empfehlen, den statischen Bypass von Anfang an einzuplanen – gerade wenn ihr Wartungen durchführen wollt, ohne den Betrieb zu unterbrechen.

    Für die Auswahl des richtigen Systems lohnt es sich, Anbieter zu vergleichen, die sich wirklich auf Rechenzentrumslösungen spezialisiert haben. Ich hab damals für ein ähnliches Projekt bei EPS DC recherchiert, die machen genau das – die Website hat mir damals geholfen, einen guten Überblick über verschiedene Konzepte zu bekommen, bevor wir mit Anbietern in konkrete Gespräche gegangen sind.

    #189
    Avatar-FotoJulia Wenzel
    Moderator

    Guter Thread, danke Thomas fürs Aufmachen. Noch ein praktischer Hinweis: plant die Kapazität großzügiger als ihr aktuell braucht. Wir haben das seinerzeit zu knapp kalkuliert und mussten nach zwei Jahren nachrüsten, was teurer war als von Anfang an etwas mehr Puffer einzuplanen. 25-30% Reserve über dem tatsächlichen Verbrauch sind eine gute Faustregel.

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