Buchhaltung selbst machen als Freelancer – realistisch oder Zeitverschwendung?

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  • #356
    Gruender_Jan
    Teilnehmer

    Ich bin seit einem halben Jahr selbstständig als Grafiker und mache meine Buchhaltung bisher selbst – mit DATEV Unternehmen online, was mein Steuerberater mir eingerichtet hat. Aber ich merk immer mehr, dass ich bei manchen Sachen einfach nicht weiß was ich tu. Konten zuordnen, SKR03, Vorsteuer abziehen… ich verlier da echt den Überblick.

    Jetzt frag ich mich: lohnt es sich das wirklich zu lernen, oder soll ich einfach alles dem Steuerberater überlassen und die Mehrkosten in Kauf nehmen? Was macht ihr so?

    #357
    Avatar-FotoJulia Wenzel
    Moderator

    Ich kenn das Gefühl gut, war bei mir genauso am Anfang. Ich hab mich irgendwann entschieden, zumindest die Grundlagen wirklich zu verstehen – nicht um den Steuerberater zu ersetzen, sondern damit ich überhaupt weiß worüber wir reden wenn wir uns treffen.

    Das hat mir ehrlich gesagt viel gebracht. Ich mach jetzt die laufende Buchung selbst und gebe nur den Jahresabschluss ab. Spart einiges und ich hab das Gefühl ich hab mein Business besser im Griff. Wenn du dir die Grundlagen aneignen willst, würd ich das definitiv empfehlen.

    #358
    Avatar-FotoThomas Reiter
    Moderator

    Kommt drauf an wie komplex deine Situation ist. Als Freelancer ohne Lagerware oder Auslandsgeschäfte ist die Buchhaltung eigentlich überschaubar. SKR03 klingt erst mal gruselig aber nach ein paar Wochen hat man die wichtigsten Konten im Gefühl.

    Ich hab damals als ich gestartet bin gezielt die Lücken gestopft über Nachhilfe Rechnungswesen – hat mir geholfen die Zusammenhänge zu verstehen, nicht nur irgendwelche Zahlen reinzutippen. Danach lief das deutlich flüssiger. Kombination aus selbst buchen und Steuerberater für den Rest find ich für Freelancer eigentlich ideal.

    #359
    Marktfrau_Miriam
    Teilnehmer

    Also ich seh das pragmatisch: dein Steuerberater kostet Geld, klar – aber Fehler in der Buchhaltung können noch teurer werden. Wenn du die Grundlagen nicht kennst, merkst du ja oft gar nicht wenn du was falsch zuordnest.

    Ich würd sagen: ein bisschen Grundlagenwissen aufbauen lohnt sich auf jeden Fall, dann kannst du auch einschätzen ob dein Steuerberater gute Arbeit macht 😄 Und den Rest, also wirklich komplizierte Sachen, ruhig auslagern. Muss ja nicht alles oder nichts sein.

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