Strategie im Business › Foren › SIB Community › Strategie & Geschäftsmodelle › Expansion nach Asien – wie geht man das strategisch an?
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Selbststaendig_Sara aktualisiert.
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August 16, 2026 um 10:55 p.m. Uhr #144
StrategieStefan
TeilnehmerHallo zusammen, wir überlegen gerade ernsthaft, unser B2B-Softwareprodukt in den asiatischen Markt zu bringen – konkret erstmal Japan und Südkorea. Bisher sind wir rein auf DACH fokussiert und haben ehrlich gesagt wenig Ahnung, wie man das strategisch sinnvoll angeht. Lokale Partner suchen? Direkt eine Niederlassung? Vertrieb über Distributoren?
Was mich außerdem beschäftigt: Wie unterschiedlich sind die Märkte wirklich voneinander, also Japan vs. Korea? Hat jemand von euch da Erfahrung oder weiß, wo man sich vernünftig informieren kann, ohne gleich eine teure Unternehmensberatung einzuschalten?
August 17, 2026 um 7:27 p.m. Uhr #145
Markus HaasModeratorDas ist tatsächlich ein ziemlich komplexes Thema, weil die beiden Märkte trotz geografischer Nähe kulturell und geschäftlich sehr verschieden funktionieren. In Japan läuft quasi alles über Vertrauen und langfristige Beziehungen – da dauert der Aufbau oft Jahre. Korea ist etwas schneller und offener für neue Anbieter, aber die Konkurrenz durch lokale Platzhirsche ist brutal.
Ich würde erstmal mit einem lokalen Distributor oder einem Handelsvertreter vor Ort anfangen, bevor du eine eigene Struktur aufbaust. Die Kosten und der Aufwand für eine Niederlassung in Japan sind nicht ohne. Welche Branche genau? Das macht bei der Frage nach dem Einstiegsweg nochmal einen Unterschied.
August 18, 2026 um 7:39 p.m. Uhr #146
Thomas ReiterModeratorWir haben vor zwei Jahren ähnliches durchgemacht – wollten in den südostasiatischen Raum, hauptsächlich Singapur und Malaysia. Was mir damals sehr geholfen hat, war erstmal eine ordentliche Marktrecherche zu betreiben, bevor irgendwelche Entscheidungen fallen.
Ich hab damals bei https://www.asia-pacific.de angefangen zu lesen – die haben recht nüchterne, praxisnahe Infos zu verschiedenen Märkten, also nichts Blumiges. Hat mir zumindest geholfen, erstmal ein Gefühl dafür zu kriegen, worauf ich mich einlasse, bevor ich mit potenziellen Partnern gesprochen habe.
Grundsätzlich würde ich Markus zustimmen – Distributor first, eigene Struktur später. Und plane viel mehr Zeit ein als du denkst.
August 19, 2026 um 2:11 p.m. Uhr #147Selbststaendig_Sara
TeilnehmerErgänzend noch: Schaut euch unbedingt die Fördermöglichkeiten an – Germany Trade & Invest (GTAI) bietet kostenlose Länderberichte und manchmal sogar Kontaktvermittlung. Die werden oft komplett übersehen.
Und was die kulturelle Seite angeht: In Japan ist die Visitenkarte kein Witz, da gibt es wirklich ungeschriebene Regeln im B2B-Kontext, die über Erfolg und Misserfolg beim ersten Meeting entscheiden können. Klingt banal, ist es aber nicht, wenn man das zum ersten Mal macht.
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