Kompressor Wartung im Betrieb – was sind realistische Kosten und Intervalle?

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  • #282
    Avatar-FotoThomas Reiter
    Moderator

    Hallo zusammen, ich betreibe eine kleine Schlosserei und hab seit ca. 3 Jahren einen Schraubenkompressor im Einsatz. Bisher lief der problemlos, aber jetzt steht die erste größere Wartung an und ich hab ehrlich gesagt keinen Plan, was das kosten darf und wie oft sowas sein muss.

    Der Hersteller empfiehlt alle 2000 Betriebsstunden – aber ist das realistisch oder eher Absicherung? Und was zahlt ihr so für einen Wartungsvertrag bzw. einzelne Einsätze? Macht ihr das selbst oder gebt ihr das komplett in Fremdhände? Bin für jeden Erfahrungswert dankbar.

    #283
    Avatar-FotoMarkus Haas
    Moderator

    Die 2000-Stunden-Empfehlung ist eigentlich seriös und kein reines Marketing. Bei uns im Betrieb halten wir das auch so – Ölwechsel, Filter tauschen, Riemen prüfen. Wenn du das vernachlässigst, wird’s am Ende teurer.

    Was die Kosten angeht: kommt stark auf die Kompressorgröße an. Für einen mittleren Schraubenkompressor sind 300–600 Euro für eine Inspektion durchaus normal, bei größeren Maschinen auch mehr. Wartungsverträge lohnen sich meiner Meinung nach erst ab zwei oder mehr Geräten, sonst einfach nach Bedarf beauftragen.

    Filtermatten und Ölfilter kannst du bei einiger Erfahrung auch selbst wechseln, spart ein bisschen. Für die elektrischen Sachen und Ventile würde ich aber einen Fachbetrieb ranlassen.

    #284

    Kann ich so bestätigen. Ich hab bei meiner Metallwerkstatt anfangs alles selbst gemacht, bis mal ein Druckschalter nicht richtig justiert war und der Kompressor bei falschen Werten abgeschaltet hat – da verliert man mehr Zeit als man spart.

    Seitdem gebe ich zumindest die Inspektion raus. Bei einer unerwarteten Reparatur hab ich damals über die Seite für Kompressor Reparatur einen lokalen Service gefunden, der wirklich schnell reagiert hat und die Abrechnung war fair. Kann man zumindest mal als Referenz im Hinterkopf behalten, wenn man noch keinen festen Ansprechpartner hat.

    Ansonsten: Betriebsstundenprotokoll führen, das hilft auch steuerlich als Nachweis für Betriebskosten.

    #285
    Avatar-FotoJulia Wenzel
    Moderator

    Der Tipp mit dem Protokoll ist Gold wert, Thomas! Ich mach das seit Jahren in einer simplen Excel-Tabelle: Datum, Betriebsstunden, was gemacht wurde, Kosten. Ist auch für den Steuerberater praktisch.

    Zum Thema Intervalle: in staubigen Umgebungen (Schleiferei, Holzbearbeitung) würde ich die Filterintervalle halbieren. Der Hersteller geht von Normalbedingungen aus, in einer Schlosserei kann das schon nochmal anders aussehen je nachdem was ihr so macht.

    Wartungsvertrag vs. Einzelabruf – ich hab nach zwei Jahren Vertrag wieder gekündigt, weil die Reaktionszeiten bei Störungen trotzdem schlecht waren. Jetzt einzeln, aber mit einem festen Betrieb dem ich vertraue. Das ist wohl das Wichtigste.

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