Strategie im Business › Foren › SIB Community › Gründung & Aufbau › Nebenberuflich Boote vermitteln – lohnt sich das überhaupt?
- Dieses Thema hat 3 Antworten sowie 4 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 1 Woche, 3 Tagen von
StrategieStefan aktualisiert.
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Oktober 9, 2026 um 10:21 a.m. Uhr #274
Gruender_Jan
TeilnehmerHey zusammen, ich überlege schon eine Weile ob ich nebenberuflich mit dem Thema Bootshandel anfangen soll. Hintergrund: Ich arbeite seit Jahren in einer Werft und kenn mich mit Motorbooten, Segeljachten usw. ganz gut aus. Immer wieder fragen mich Leute aus dem Bekanntenkreis ob ich nicht beim Kauf oder Verkauf helfen kann.
Die Frage ist – lohnt sich sowas als kleines Nebengewerbe? Ich denk dabei eher an Vermittlung/Maklermodell, nicht unbedingt eigenen Bestand. Hat das jemand von euch schon mal aufgezogen oder kennt ihr jemanden der sowas macht? Worauf muss ich achten beim Aufbau?
Oktober 10, 2026 um 3:15 p.m. Uhr #275
Thomas ReiterModeratorDas Modell Vermittlung statt Eigenbestand macht für den Einstieg auf jeden Fall Sinn – du hast kein Kapitalbindungsrisiko und kannst erstmal schauen ob überhaupt genug Nachfrage da ist. Provisionsbasis ist bei Booten durchaus üblich, 3-5% vom Kaufpreis je nach Segment.
Was ich dir empfehlen würde: Mach dir von Anfang an klar wie du die Verkäufer und Käufer zusammenbringst. Rein über Mundpropaganda reicht irgendwann nicht mehr. Du brauchst eine kleine Online-Präsenz und musst wissen wo deine Zielgruppe nach Booten sucht. Gewerbeanmeldung ist bei regelmäßiger Vermittlungstätigkeit Pflicht, da lieber früh zum Steuerberater.
Oktober 11, 2026 um 4:38 p.m. Uhr #276
Julia WenzelModeratorIch hab mich vor zwei Jahren in einem ähnlichen Nischenbereich selbstständig gemacht (nicht Boote, aber auch erklärungsbedürftige Gebrauchtgüter) und der Tipp mit der Online-Sichtbarkeit ist wirklich entscheidend.
Was Boote angeht – für die Recherche wo Angebote laufen und wie der Markt so tickt hab ich damals unter anderem bei boote-yachten.de reingeschaut, die haben ganz ordentliche Listings und man bekommt ein Gefühl für Preisklassen und Nachfrage. Hilft zumindest um einzuschätzen was sich gerade bewegt.
Ansonsten: Fang mit 2-3 Vermittlungen im Bekanntenkreis an, dokumentiere alles sauber und schau dann ob du das skalieren willst. Viele machen den Fehler zu früh zu viel Aufwand reinzustecken bevor der erste Euro geflossen ist.
Oktober 13, 2026 um 2:35 a.m. Uhr #277StrategieStefan
TeilnehmerStrategisch gesehen würde ich früh überlegen ob du dich auf ein Segment spezialisierst – z.B. nur Motorboote bis 10m, oder nur Segeljachten in einem bestimmten Preisbereich. Generalisten haben es schwerer eine Reputation aufzubauen, Spezialisten werden schneller weiterempfohlen.
Dein Werft-Hintergrund ist dabei ein echter Vorteil, den du aktiv kommunizieren solltest. Käufer zahlen gern eine Provision wenn sie wissen dass da jemand technisch wirklich Ahnung hat und nicht nur einen Kaufvertrag durchreicht.
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