Strategie im Business › Foren › SIB Community › Vorstellungen & Off-Topic › Trauma durch toxischen Job – welche Alternativen zur Therapie gibt es?
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Marktfrau_Miriam aktualisiert.
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Oktober 12, 2026 um 5:33 a.m. Uhr #306
Selbststaendig_Sara
TeilnehmerIch weiß nicht ob das hier reinpasst, aber ich versuch’s mal. Ich war mehrere Jahre in einem wirklich zermürbenden Unternehmen tätig – Mobbing, permanenter Druck, Chef der einen systematisch kleinmacht. Seit ich draußen bin läuft’s beruflich wieder, aber innerlich irgendwie nicht. Schlafprobleme, Schreckhaftigkeit, kann bestimmte Situationen im neuen Job gar nicht einordnen ohne sofort in Stress zu geraten.
Klassische Therapie hab ich probiert, aber nach einem Jahr Gesprächstherapie bin ich gefühlt nicht wirklich weitergekommen. Kennt jemand Alternativen, die bei berufsbedingtem Trauma wirklich geholfen haben? Bin für alles offen.
Oktober 12, 2026 um 8:58 p.m. Uhr #307
Thomas ReiterModeratorDas kenn ich leider aus eigener Erfahrung – toxische Arbeitsumgebungen hinterlassen echte Spuren, auch wenn man das von außen nicht immer sieht.
Was mir damals geholfen hat: EMDR. Das ist eine Therapieform die speziell für Trauma entwickelt wurde, etwas anders als klassische Gesprächstherapie. Viele Kassenärztliche nehmen das nicht an, aber es gibt Privatpraxen die das machen. Ich hab nach wenigen Sitzungen gemerkt dass sich was verändert. Vielleicht wäre das ein Ansatz für dich – einfach mal schauen ob du jemanden in deiner Nähe findest der das anbietet.
Oktober 13, 2026 um 2:14 p.m. Uhr #308
Markus HaasModeratorEMDR ist wirklich gut, kann Thomas da nur zustimmen. Ich würde noch Somatic Experiencing ergänzen – geht mehr über den Körper als über das Reden, was bei manchen Leuten viel besser ankommt.
Ich hab damals auch lange rumgesucht und irgendwann diese Seite gefunden: wenn klassische Traumatherapie bisher nichts gebracht hat? – da wird eigentlich ganz gut erklärt warum Gesprächstherapie allein bei bestimmten Traumaformen an Grenzen stößt und was es sonst noch gibt. Hat mir zumindest geholfen erstmal zu verstehen was in mir vorgeht, bevor ich den nächsten Schritt gemacht hab.
Oktober 14, 2026 um 3:28 a.m. Uhr #309Marktfrau_Miriam
TeilnehmerDanke euch beiden für die Tipps, ich lese hier auch mit weil ich gerade in einer ähnlichen Situation stecke nach nem Burnout der eigentlich auch mehr war als nur Erschöpfung.
@Selbststaendig_Sara, ich würde noch ergänzen: schau dir mal Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (MBSR) an, manche Krankenkassen bezahlen das sogar. Kein Ersatz für Therapie aber gut als Begleitung. Und Gruppen mit ähnlich Betroffenen – manchmal hilft es einfach zu merken dass man nicht alleine ist mit sowas. Viel Kraft dir!
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